Mach’s gut, Gilla!

Kennengelernt haben wir Gisela im Sommer 2003 – das schillernde Ehepaar Muth wurde in der Erstausgabe des TOP MAGAZIN Sauerland porträtiert. Von da an waren die beiden regelmäßige und gern gesehene Gäste bei der Top Lounge, der Party des TOP MAGAZINs, und zwar nicht nur im Sauerland, sondern in ganz Deutschland. Viele Jahre hatte Gisela ihre eigene Kolumne „Gilla’s Life“ im TOP MAGAZIN, in der sie von ihren Events und Shoppingtouren berichtete, Promis kennenlernte und so letztendlich auch von den Fernsehsendern entdeckt wurde. Allein schon aufgrund ihres extravaganten Modestils war sie ein beliebter Teilnehmer in diversen Talkshows und TV-Formaten wie „Das perfekte Promi-Dinner“, „Promi Shopping Queen“ und vielen anderen Formaten der verschiedenen Sender.
Die gebürtige Arnsbergerin litt an einer Krebserkrankung, die sie eigentlich schon besiegt geglaubt hatte. Nach einer großen Operation in der Berliner Charité vor circa drei Jahren galt sie eigentlich als geheilt, bis bei einer Routineuntersuchung Metastasen festgestellt wurden. „Eigentlich war die turnusmäßige Berlin-Reise wie üblich als Tagesausflug geplant, abends wollten wir wieder zurück ins Sauerland fahren“, so beschreibt Ehemann Hans-Georg Muth, der mit Gilla in zweiter Ehe seit 1986 verheiratet war, die dramatischen Ereignisse des Sommers 2020. Stattdessen verbrachte Gisela dann elf Wochen in der Hauptstadt, jedoch ohne die Charité wieder zu verlassen.
Dass das Ehepaar Muth eine ganz besondere Verbindung hatte, merkt man sofort, wenn Hansa (sein Spitzname) Muth erzählt: „Wir sind ja gar nicht mehr nach Hause gefahren“ – das Paar bewohnt eine Villa auf dem Mühlenberg in Neheim-Hüsten – „und ich bin die ganze Zeit immer bei ihr geblieben, 24 Stunden jeden Tag. Ich habe mich ebenfalls in der Klinik einquartiert und dann kamen täglich Pakete mit Kleidung und allem, was man zum Leben braucht, denn wir hatten ja nichts mitgenommen.“
Der Tod von Gisela Muth fand auch in den Medien ein großes Echo. Diverse TV-Sender berichteten davon, allerdings mit teilweise unterschiedlichen und unrichtigen Daten. So war es Gisela immer sehr wichtig, dass ihr Alter ein kleines Geheimnis bleibt. Und deshalb behalten wir es auch für uns.
Mach’s gut, liebe Gilla, wir werden dich nicht vergessen.