REGIONALES

Montag, 17 Juni 2024

Ein Krankenhaus im Aufwind

Seit dem Einstieg des Investors AccuMeda Management GmbH blickt das St. Franziskus-Hospital in Winterberg wieder vielversprechenden Zeiten entgegen

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Dr. med. Thorsten Okulla, Sektionsleiter der Neurologie

Beim St. Franziskus-Hospital in Winterberg hat sich in den vergangenen Monaten sehr viel Positives bewegt. Die Bestellung von Dennis Figlus als neuen Geschäftsführer und der Einstieg des privaten Investors AccuMeda Management GmbH tragen bereits erste Früchte: Das Krankenhaus in Winterberg hat zuletzt zahlreiche Investitionen getätigt – von der Anpassung des medizinischen Konzepts, Sanierungen und Anpassungen der baulichen Struktur über die Anschaffung neuer High-End-Geräte bis zu der Einstellung von neuem und kompetentem Fachpersonal.
Zuvor war die finanzielle Situation des St. Franziskus-Hospital sehr kritisch – so kritisch, dass das Krankenhaus im November 2019 sogar Insolvenz anmelden musste. Seit der Managementübernahme durch die AccuMeda Management GmbH und dem Amtsantritt als Geschäftsführer von Dennis Figlus im Juni 2021 befindet sich das Krankenhaus jedoch wieder im Aufwind. Figlus (33) kommt aus Warstein, ist studierter Betriebswirt sowie Vater von zwei Kindern und war zuvor Geschäftsführer im Krankenhaus Marienstift
in Braunschweig.

 

Neues und hochkarätiges Fachpersonal

 

Sinnbildlich für den Aufschwung in Winterberg stehen die Einstellungen von hochkarätigen Fachkräften, zum Beispiel von Dr. Matthias Schäfer als neuem ärztlichem Direktor, Dr. Ayhan Artkan als Sektionsleiter der chirurgischen Abteilungen und Dr. Thorsten Okulla als neuem Sektionsleiter der Neurologie.
Letzterer arbeitet seit Oktober 2021 für das Krankenhaus in Winterberg. „Dennis Figlus war ein wesentlicher Grund, weshalb ich mich für das St. Franziskus-Hospital entschieden habe“, schwärmt Dr. Thorsten Okulla. „Ich kenne ihn aus einer vorhergehenden gemeinsamen Tätigkeit und weiß daher: Was er anfasst, ist erfolgreich.“
Mit dem Einstieg von Dr. Thorsten Okulla wurde zugleich der Bereich der Neurologie neu eingeführt. „Herr Figlus und ich haben uns gemeinsam auf der Landkarte angeschaut, wie die neurologische Versorgung in der Region verteilt ist, und haben schnell festgestellt: Da besteht eindeutig ein Bedarf.“
Diese Feststellung passt genau in das neue Konzept in Winterberg, das Krankenhaus auf die Altersstruktur in der Umgebung auszurichten. „Mit der Geriatrie und Neurologie wollen wir insbesondere den älter werdenden Menschen hier in der Region gerecht werden und adäquate Therapien anbieten. Und als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen, um zu sagen: Das mache ich! Das baue ich hier auf!“, erzählt Dr. Thorsten Okulla.
Der neue Sektionsleiter der Neurologie ist gebürtiger Sauerländer und kommt aus Menden, hat aber zuletzt 25 Jahre lang in Bonn gelebt, studiert und 15 Jahre lang am Universitätsklinikum Bonn gearbeitet. In den letzten Jahren seiner dortigen Tätigkeit war er unter anderem Leiter der Schlaganfallstation sowie kommissarischer Leiter der Intensivstation und der Neuroonkologie.
Die bisherigen Eindrücke von seinem neuen Arbeitgeber fallen sehr positiv aus: „Mit der AccuMeda Management GmbH haben wir einen finanzstarken Träger, der es auch ermöglicht, Dinge umzusetzen, die hier lange nicht gemacht wurden“, sagt der Facharzt für Neurologie.

 

Investitionen in High-End-Geräte

 

So wurde in den vergangenen Monaten auch für den Fachbereich Neurologie ein Teil des Krankenhauses komplett umgebaut und saniert, zusätzlich wurden neue Geräte angeschafft.
Im Laufe des Jahres will das St. Franziskus-Hospital noch in einen neuen Computertomografen für rund 800.000 Euro investieren, der ein ganz spezielles Schlaganfallprogramm beinhalten wird. „Mit diesem CT kann man schon nach wenigen Minuten der Symptomatik sagen, was am Hirngewebe des Patienten verloren gegangen ist und was man durch eine Therapie noch retten kann“, erklärt Dr. Okulla. „Das wird im Umkreis von Winterberg definitiv eines der leistungsstärksten Geräte. Ich glaube, im Umkreis von 50 Kilometern gibt es keinen leistungsfähigeren Computertomografen.“
Bereits angeschafft wurden unter anderem eines der modernsten Neurografiegeräte auf dem Markt mit einer Gesamtausstattung von 200.000 Euro und ein Ultraschallgerät mit einem Wert von 150.000 Euro zur Messung der Hirndurchblutung oder der Nervenstruktur. Mit diesem kann man im Gegensatz zu anderen Geräten nicht nur die Gefäße außerhalb des Schädels messen, sondern mithilfe einer Sonde durch den Schädelknochen auch die Gefäße im Gehirn. So lässt sich feststellen, wie viel Blut und Strömung die Gefäße leiten und ob Engstellen vorliegen, die behandelt werden müssen.
„Die Geräte sind auf dem neuesten Stand der Medizin und zum Teil High-End-Geräte, die ich so von der Qualität her von der Universität kenne“, berichtet Dr. Thorsten Okulla begeistert. „Mit dem Investor haben wir Möglichkeiten, die schon wirklich phänomenal sind und so in kleineren Kliniken sonst nicht realisierbar wären.“

 

Das neue Konzept kommt gut an

 

Laut Dr. Thorsten Okulla ist das neue Konzept des Krankenhauses in Winterberg für die Menschen in der Region maßgeschneidert. „Es geht uns primär darum, dass wir die typischen Erkrankungen des Alters wie Gangstörung – zum Beispiel bei der Parkinson-Erkrankung oder bei Nervenschädigungen –, Schlaganfälle, Bandscheibenvorfälle und Gedächtnisstörungen untersuchen und behandeln können.“
Der Sektionsleiter der Neurologie resümiert: „Die Bevölkerung nimmt das neue Konzept gut an und man merkt, dass die Leute dankbar sind, dass es dieses
Angebot gibt.“
Die Maßnahmen scheinen also offensichtlich zu fruchten. Das St. Franziskus-Hospital in Winterberg befindet sich seit der Berufung von Dennis Figlus als neuem Geschäftsführer und dem Einstieg der AccuMeda Management GmbH im Aufwind und blickt mittlerweile eindeutig wieder vielversprechenden Zeiten entgegen.